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Satzung

des Vereins atopic

association to promote intercultural competence –

Verein zur Förderung interkultureller Kompetenz

Präambel

In einer Welt, in der der einzelne Mensch auf materielle und menschliche Ressourcen, auf Dienstleistungen und Waren aus aller Welt zugreifen kann, hat dieser Einzelne auch eine Wirkung auf die globalisierte Welt.

Wenn ein Europäer Kleidung kauft, deren Rohstoffe in Afrika angebaut und in Asien verarbeitet wurden, dann ist er eingebunden in das globale Netzwerk aus Angebot und Nachfrage. Mit seiner Wahl trägt auch er ein Stück Verantwortung für Arbeitsplätze und deren Bedingungen auf anderen Kontinenten.

Wenn zwei Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur in einem Betrieb miteinander arbeiten und kommunizieren, sind sie eingebunden in ein Geflecht aus kultureller Vielfalt, aus Missverständnissen, Vorurteilen, vor allem aber Gemeinsamkeiten und Chancen.

Das Wort Globalisierung hat in dieser Welt nicht ausschließlich positiven Charakter, sondern muss kritisch im Rahmen der Abwägung von Chancen und Risiken betrachtet werden. Es steht stellvertretend für die Interdependenz, in der sich alle Menschen aller Länder befinden und die extremen Wohlstand, aber auch extreme Armut produziert.

Das Gefühl für eine weltumspannende Verantwortung, welcher wir uns in den vergangenen Jahrzehnten mit zunehmender Geschwindigkeit bewusst geworden sind und bewusst werden mussten, ist eine der Schlüsselfunktionen für eine emotional und rational angemessene Verständigung zwischen Individuen und Gruppen verschiedener ethnischer und kultureller Herkunft.

Der Begriff der Transnationalität wird nicht länger von den Weltkonzernen geprägt, sondern von dem Ländergrenzen durchdringenden Austausch von Menschen, Ideen und Lebensweisen, die den Globus umspannen und dabei an keinem nationalen Schlagbaum Halt machen.

Dieses gewachsene und weiter wachsende soziale Netzwerk von Menschen aus aller Welt kann auf lange Sicht die Forderung nach globaler Gerechtigkeit nur steigern. Das Bedürfnis nach gleichem Zugang zu Ressourcen und Subsistenzsicherung ist das unabdingbare Resultat. Die kommenden Generationen werden sich in neuen und koexistierenden Wirtschaftssystemen organisieren müssen. Dies setzt jedoch ein Zusammengehörigkeits­gefühl aller Weltbürger voraus. Der Weg bis dahin muss mit der Aktivierung und Kumulierung zwischenmenschlicher Kompetenz und Verantwortung beschritten und bestritten werden.

Unter den Umständen der gegenwärtigen Situation fällt es vielen Menschen immer noch nicht leicht, sich in dem Gewirr aus Sprache, Religion, Kultur und Ethik zurechtzufinden. Das Resultat kann oft zu Ängsten, Abgrenzung, Scheu und Fremdenfeindlichkeit führen. Doch ein Zusammenleben aller ist unter der Voraussetzung einer Zukunftsperspektive absolut notwendig und bereichernd. Hier setzt das Thema der Interkulturellen Kompetenz an.

Wo Menschen Hilfe und Schulung brauchen in Fragen des täglichen Zusammenseins der verschiedensten ethnischen Gruppen, sei es im Arbeitsleben, in der Freizeit oder auch in der Beziehung, stellt ein Verein zur Förderung dieser Interkulturellen Kompetenz eine Bereicherung dar. Denn nur wo die Menschen sich einander verstehen, sich zuhören und füreinander interessieren, kann ein Gefühl des Miteinanders und damit ein Gefühl einer globalen Idee für Gerechtigkeit entstehen.

Der Diskurs und der Austausch stellen hierbei nur den Anfang der Arbeit des Vereins dar. Transnationale Produktionsketten nachhaltig gefertigter und ethnische Nutzkulturen verbindender Güter sollen den Boden bereiten für die Optimierung von Arbeitsbedingungen in Schwellen- und Entwicklungsländern. Die Steigerung der Lebensqualität und ökonomischen Attraktivität ist oberstes Ziel, um die wirtschaftliche Ausbeutung und das damit verbundene aufgezwungene Verlassen der eigenen Heimat zu beseitigen. Die Arbeit des Vereins verbindet damit die Komponente der Interkulturalität auch mit Fragen nationaler Identität.

§ 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr

Der Verein führt den Namen αTOPIC (Association To Promote Intercultural Competence – Verein zur Förderung interkultureller Kompetenz); nach der beabsichtigten Eintragung in das Vereinsregister mit dem Zusatz “e. V.”.

Der Sitz des Vereins ist in 26725 Emden.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2 Zweck

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke i. S. d. §§ 51, 52 AO.

Der Satzungszweck wird erreicht durch Förderung interkultureller Kompetenz, insbesondere:

-      durch die Förderung praktischer und theoretischer Auseinandersetzung mit der Verschiedenheit von Kultur.

-      Förderung des interkulturellen Austauschs und Verbesserung des gegenseitigen Verständnisses sowie die Förderung des gesellschaftlichen Diskurses über interkulturelle und transnationale Kommunikation.

-      Förderung interkultureller Arbeitnehmerinteressen sowie derer, die in der globalen Arbeitswelt benachteiligt sind.

-      Verbesserung des wechselseitigen Austausches zwischen Industriestaaten und Schwellen- und Entwicklungsländern.

-      finanzielle Unterstützung von Projekten, die die o. g. Zwecke verfolgen sowie von anderen gemeinnützigen Vereinen und Organisationen, die diesen Zwecken in gleichem Maße dienen.

Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden.

Die Mitglieder des Vereins erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Ausgenommen davon sind Entgeltzahlungsansprüche von Mitgliedern, die in einem Arbeitsverhältnis mit dem Verein stehen sowie angemessene Aufwandsentschädigungen für Vorstandsmitglieder.

Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

Bei Wegfall des bisherigen gemeinnützigen Zweckes fällt das Vermögen des Vereins zu gleichen Teilen an den Afrikanischen Verein Ostfriesland e. V. sowie an Africa Positive e. V., Dortmund zur Unterstützung von Projekten der Förderung interkultureller Kompetenz.

§ 3 Mitgliedschaft

1.    Die Mitgliedschaft im Verein kann auf schriftlichen Antrag jede voll geschäftsfähige, natürliche Person oder jede juristische Person erwerben, die gewillt ist, den Vereinszweck zu fördern. Über die Aufnahme der Mitglieder entscheidet der Vorstand.

2.    Eine Ablehnung des Aufnahmeantrags ist nicht anfechtbar und muss nicht begründet werden.

3.    Jedes Mitglied verpflichtet sich in jedem Kalenderjahr zu einer Beitragszahlung. Die Höhe und Fälligkeit des Jahresbeitrags bestimmt die Mitgliederversammlung. Näheres regelt die Beitragsordnung.

4.    Die Mitgliedschaft endet durch freiwilligen Austritt, Ausschluss oder Tod.

5.    Der Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand.

6.    Ein Mitglied kann jederzeit mit sofortiger Wirkung aus dem Verein ausgeschlossen werden, wenn es in grober Weise gegen die Interessen des Vereins verstößt oder ein sonstiger wichtiger Grund vorliegt.

§ 4 Organe

Organe des Vereins sind:

1.    der Vorstand

2.    die Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung kann die Bildung weiterer Vereinsorgane oder Gremien beschließen.

§ 5 Vorstand

1.    Der Vorstand besteht aus folgenden Mitgliedern:

-   Vorstandsvorsitzender

-   2. Vorstandsvorsitzender

-   Beisitzer (Anzahl und Zuständigkeiten regelt die Mitgliederversammlung)

2.    Die Vorstandsmitglieder werden von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von 2 Jahren gewählt. Sie bleiben bis zur Wahl des nächsten Vorstandes im Amt.

3.    Der Verein wird gem. § 26 BGB nach Außen durch den ersten Vorsitzenden vertreten.

4.    Der Vorstand ist verantwortlich für:

-   die Führung der laufenden Geschäfte

-   die Ausführung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung

-   die Verwaltung des Vereinsvermögens

-   die Aufstellung eines Haushaltsplans für jedes Geschäftsjahr

-   die Buchführung

-   die Erstellung des Jahresberichtes

-   die Vorbereitung und die Einberufung der Mitgliederversammlung.

§ 6 Mitgliederversammlung

1.    Die Mitgliederversammlung ist zuständig für:

-   die Wahl und Abberufung der Vorstandsmitglieder,

-   die Genehmigung des vom Vorstand aufgestellten Haushaltsplans für das nächste Geschäftsjahr,

-   die Entgegennahme des Jahresberichts und die Entlastung des Vorstands

-   Wahl von 2 Kassenprüfern

-   die Festsetzung der Höhe und der Fälligkeit des Jahresbeitrages und

-   die Beschlussfassung über Satzungsänderungen und die Auflösung des Vereins.

2.    Zur Teilnahme an der Mitgliederversammlung sind sämtliche Mitglieder berechtigt. Die ordentliche Mitgliederversammlung wird mindestens einmal im Jahr abgehalten. Die Einberufung erfolgt durch schriftliche (auch elektronische) Einladung des Vorstandes unter Einhaltung einer Frist von zwei Wochen. Der Einladung ist eine Tagesordnung sowie die Gegenstände der anstehenden Beschlussfassungen beizufügen.

3.    Die Beschlussfassung der Mitgliederversammlung erfolgt durch Handzeichen mit einfacher Mehrheit. Auf Antrag wird geheim abgestimmt. Satzungsänderungen bedürfen einer Mehrheit von 3/4 der abgegebenen Stimmen. Soweit infolge einer Auflage des Registergerichts oder einer anderen Behörde eine Satzungsänderung erforderlich ist, ist der Vorstand i. S. d. § 26 BGB befugt, diese Satzungsänderung zu beschließen. Die Auflösung des Vereins kann nur mit einer Mehrheit von 4/5 beschlossen werden. Die Beurkundung der Beschlüsse einer Mitgliederversammlung erfolgt durch den ersten Vorsitzenden oder im Verhinderungsfall gemäß § 5 Ziffer 3 durch einen seiner Stellvertreter.

4.    Die Mitgliederversammlung ist zu berufen, wenn der zehnte Teil der Mitglieder die Berufung schrifltich unter Angabe des Zweckes und der Gründe verlangt.

§ 7 Kassenprüfung

Die Kasse ist am Jahresende abzuschließen. Danach prüfen die Kassenprüfer den Jahresabschluss und haben einen Prüfungsvermerk anzubringen. Die Kassenprüfer erstatten der Mitgliederversammlung Bericht und beantragen gegebenenfalls die Entlastung des Vorstandes. Die Kassenprüfer werden in der Mitgliederversammlung für einen Zeitraum von zwei Jahren gewählt. Eine Wiederwahl ist möglich.

§ 8 Auflösung des Vereins

Die Auflösung des Vereins kann nur in einer Mitgliederversammlung mit der in § 6 geregelten Stimmenmehrheit beschlossen werden. Sofern die Mitgliederversammlung nichts anderes beschließt, sind der Vorsitzende und die stellvertretenden Vorsitzenden gemeinsam vertretungsberechtigte Liquidatoren. Die vorstehenden Vorschriften gelten entsprechend für den Fall, dass der Verein aus einem anderen Grund aufgelöst wird oder seine Rechtsfähigkeit verliert.

Im Falle der Auflösung fällt das Vereinsvermögen gem. § 2 letzter Absatz einer gemeinnützigen Einrichtung zu.